EM 2016 – Hier spielen Jogis Jungs am 21. Juni 2016

Das Stadion „Parc des Princes“ in Paris – Ein Klassiker profitiert von frischem Geld aus Katar

Der Pariser Prinzenpark gehört zu den Klassikern der französischen Stadionlandschaft. 1897 wurde die erste Version der Spielstätte eröffnet – damit ist sie eine der ältesten der „Grande Nation“. Ihren Namen verdankt die Arena einem ehemaligen Waldstück, in dem sie errichtet wurde. Bis ins 18. Jahrhundert hinein diente der Forst als Jagdgebiet für die königliche Familie.

Eine Verbindung zur Oberschicht gibt es auch heute noch – nicht nur, was den Namen anbelangt: Der Prinzenpark ist die Heimstätte des Hauptstadtklubs Paris Saint-Germain, in den sich  2011 der Staatsfond „Qatar Sports Investment“ (QSI) für 130 Millionen Euro eingekauft hat – angeführt von Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, dem Staatsoberhaupt des Emirats.

Das frische Geld aus dem Mittleren Osten wurde nicht nur in die Mannschaft investiert, sondern auch in das Stadion. Die Renovierung des „Parc des Princes“ brachte eine Verbesserung des Komforts für die Zuschauer mit sich. Zudem wurde die Kapazität auf 45.000 Plätze erhöht. Die vordersten Sitzreihen rückten näher an den Spielfeldrand heran. Neue VIP-Lounges für gutbetuchte Pariser sind nun ebenfalls vorhanden. Auch die Spieler dürften sich über die Umbauten freuen, sie haben jetzt in den Umkleidekabinen deutlich mehr Beinfreiheit, da deren Fläche von 150 m² auf 600 m² erweitert wurde.

Damit wird die alternde Arena insgesamt wieder deutlich aufgewertet, die seit 1998 etwas im Schatten des neuen französischen Nationalstadions steht: dem „Stade de France“, im benachbarten Saint- Denis. Die Euro wird bereits das fünfte große Turnier im Prinzenpark nach den Weltmeisterschaften 1938 und 1998 sowie den Europameisterschaften 1960 und 1984. 2016 steigen hier fünf Turnierspiele: vier Vorrunden-Partien, darunter das Match zwischen Nordirland und Deutschland sowie ein Achtelfinale.

Kürzlich gab der Verein Paris Saint-Germain bekannt, dass eine Tribüne im Prinzenpark künftig den Namen von Zlatan Ibrahimovic tragen wird. Dem Superstar wird bei Frankreichs Meister Paris St. Germain trotz seines Abschieds in diesem Sommer also eine besondere Ehre zuteil. Der katarische PSG-Boss Nasser Al Khelaifi verkündete, dass der Klub den Namen des Schweden im heimischen Prinzenparkstadion durch die Benennung einer Tribüne verewigen wird: „Für ihn tun wir alles, denn er verdient das“, so PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi. Bei der Euro wird der Schwede aber nicht auf seine eigene Kurve spielen können – das gibt der Spielplan des Turniers nicht her. „Ibrakadabra“ dürfte es geradeso verkraften.

Gespielt wird auf einem Hybridrasen, bei dem die Scherfestigkeit des Platzes durch die zusätzliche Verwendung von Kunststofffasern erreicht wird. Die Kunstfasern werden vertikal in die Rasentragschicht implantiert und bilden gemeinsam mit den Naturgräsern die Grasnarbe.

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